Einfluss und Macht der Online-Reputation in der Politik

"A single lie destroys a whole reputation of integrity." - Baltasar Gracián y Morales. Egal, ob es sich hierbei um eine echte Lüge oder um einen typischen Medienzirkus handelt, große Persönlichkeiten und Politiker stehen mit ihrem Namen im Zentrum der Glaubwürdigkeit und müssen ihre Äußerungen und Handlungsweisen rechtfertigen. Jede Aussage und jede unbedachte Handlung nimmt in sozialen Netzwerken und in Online-Zeitungen schnell ungeahnte Größe an und kann innerhalb kürzester Zeit die Reputation schädigen oder sogar ruinieren.

Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens müssen ein makelloses Image führen, da jeder noch so kleine Fehltritt in einem wahren Shitstorm ausarten kann, nicht zuletzt aufgrund der Anonymität des Internets. Negative Nachrichten und Inhalte werden von Journalisten, politischen Kontrahenten und Privatpersonen zitiert, vervielfältigt und digital verbreitet. Es entsteht ein Schlachtfeld, aus dem die im Fokus stehende Person nur schwer wieder unbeschadet herauskommt.

Online Reputation bleibt über Jahrzehnte im Internet verfügbar

Bereits im Jahr 2014 nutzten 64 Prozent der Deutschen das Internet als Informationsquelle und recherchierten über alle Themen von Politik bis zur Neueröffnung des Supermarktes nebenan.

Im Vergleich zu klassischen Medien wie TV und Zeitungen, die entweder einfach vergessen oder am nächsten Tag in die Altpapiertonne entsorgt werden, bleibt die Online Reputation auf unbestimmte Zeit abrufbar. Aus leichtfertigen Äußerungen und Handlungen werden innerhalb kürzester Zeit handfeste Meinungen, die sich nicht so leicht erschüttern lassen. Das Veröffentlichen über soziale Netzwerke ist eine häufig genutzte Methode, Inhalte schnell zu verbreiten. Greift ein Meinungsführer das Thema womöglich auf, gehen dieses im rasanten Tempo viral.

Die Glaubwürdigkeit muss geschützt und gestärkt werden. Informationen verbreiten sich im Internet nicht nur schnell, sondern auch exponentiell – egal ob positiv oder negativ. Deshalb muss zeitnah mit einer auf die Situation zugeschnittenen Strategie reagiert werden. Hierbei sind Mittel wie ein ausgearbeitetes Online Reputation Management (ORM), Online-Monitoring sowie eine Kommunikations- und SEO-Strategie gefragt, um sich im Internet richtig zu positionieren.

Online Reputation ist das A und O der Politiker

Online gesehen, endet eine Wahlkampagne nie wirklich. Wähler und die Gegenseite untersuchen täglich jeden einzelnen Blogbeitrag und jedes Soziale Netzwerk, um kontroverse Themen und Aussagen ausfindig zu machen. In der Politik gibt es immer Gegner, die bereit dazu sind, „unfair“ zu spielen. Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass jede noch so kleine Aussage im Auge der Öffentlichkeit neu interpretiert und völlig aus dem Zusammenhang gerissen wird. Negative Publicity verkauft sich immer am besten.

Schlechte Werbung ist auch Werbung – oder nicht?

Das was Z-Promis zum Erfolg geführt hat, lässt sich sehr schlecht bis gar nicht auf namentliche Politiker übertragen. Genau genommen kann eine schlechte Reputation zerstörerische Ausmaße annehmen. Politiker gelten in der Bevölkerung oft als unglaubwürdig, weshalb es ein tadelloses Image benötigt, um die Massen von sich zu überzeugen. Antworten auf Social Media und Blogbeiträge müssen genauestens kontrolliert und dem politischen Bild angepasst werden.

Das regelmäßige Posten von relevanten Inhalten wird die Massen engagieren und sie auf die politische Kampagne aufmerksam machen. Obwohl man nicht sofort auf komplexe Themen antworten sollte, so gilt es doch immer eine Antwort parat zu haben. Auch wenn ein Wähler einen anderen Politiker unterstützt, so sollte man immer demonstrieren, dass man aufmerksam zuhört und sich intensiv mit aktuellen Problemen befasst hat. Schließlich äußern sich nicht nur die Fans über die Politiker.

Professionell agieren und reagieren

Im Online Reputation Management gilt es stets frühzeitig und adäquat auf kritische Meinungen zu reagieren, mit Anhängern und der Gegenseite professionell zu interagieren und die Online-Präsenz in den Suchmaschinen zu optimieren.

Google & Co. bevorzugen frischen Content, der mit Trends oder den neuesten Ereignissen in Verbindung gebracht werden kann. Je schneller man Content hochlädt, desto höher ist die Chance auf Traffic, da sich mehr Webseiten und Feeds auf diese Webseiten beziehen werden. Des Weiteren präferieren Suchmaschinen Webseiten, die sich regelmäßig auf den neuesten Stand bringen und neue Inhalte generieren.

Soziale Netzwerke eignen sich hervorragend zur politischen Meinungsbildung und den Aufbau einer Online-Community. Sie sind die erste Anlaufstelle für Kritik, Fragen und Kommentare, wo sie neben Blogs und Foren alle nötigen Informationen über Kampagnen, Gerüchte oder Unklarheiten bereitstellen. Darauf professionell reagiert, ermöglichen sie einen sicheren Anstieg der Online Reputation, sowie bessere Platzierungen in den Suchergebnissen. Die Stimmung sollte täglich auf allen Blogs, Foren und sozialen Netzwerken beobachtet werden, damit möglichst zeitnah auf rufschädigende Probleme reagiert werden kann.

Moderne Politik ist ohne Online Reputation Management undenkbar

Jedes Statement muss genauestens untersucht, abgewogen und geplant werden. Online Reputation Management versucht durch das Ranking neuer Webseiten, alte Seiten mit überholten Meinungen und Inhalten nach hinten zu verdrängen. Große Webseiten agieren als sogenannte „Keyword-Magneten“ und sind oftmals die ersten Seiten, die angezeigt werden, wenn nach einer Person gesucht wird. Ein SEO-Experte kann unter anderem mithilfe von Backlinks dabei helfen, den Fokus von negativen Artikeln auf positive zu lenken.

Das ORM beseitigt falsche, überholte und unsachgemäße Informationen und setzt eine optimale Kommunikation um. Stimmungen und Meinungen, die auf eine politische Figur oder Partei bezogen sind, können explizit selektiert und zur Unterstützung der eigenen politischen Position verwendet werden.

Für Politiker sind verbale Angriffe häufig und erwartet. Alte und überholte Meinungen werden von der Gegenseite aufgegriffen und zur Bekräftigung ihrer Argumentation verwendet. Daher sollte sich im besten Fall bereits präventiv vor solchen Ereignissen geschützt werden. Online Reputation Monitoring wird von vielen Seiten nicht umfassend betrieben, dabei kann die Überwachung relevanter Keywords negative Inhalte abwenden und den positiven Ruf im Internet auf lange Sicht sicherstellen.

Die große Angriffsfläche politischer Akteure und die zunehmende Meinungsbildung durch das Internet bilden eine ernst zunehmende Kombination für eine Überwachung der Internet Reputation. Was zunächst als weiterer Aufwand deklariert wird, kann langfristig Ansehen und somit auch monetäre Ressourcen retten und wiederherstellen. Politiker haben die Möglichkeit, zugänglicher für die Massen zu werden und mit ihnen viel leichter ins Gespräch zu treten. Deshalb bedarf es einer genauen Untersuchung der Online Reputation und das Entwickeln einer Strategie, um mit Problemen im Auge der Öffentlichkeit und im Augenblick der Krise umgehen zu können. Über SEO und ORM zu erfahren, hilft dabei, das positive Interesse der Öffentlichkeit zu wecken und sie über Ereignisse zu informieren, die jeden von uns tagtäglich betreffen.

Gerne beraten wir Sie zu allen Fragen rund um das Thema Online Reputation Management und erstellen Ihnen eine unverbindliche Analyse Ihrer Reputation im Internet.