Rufschädigung durch geleakte Inhalte

Mit einer Suchmaschine erhalten wir die Möglichkeit in kürzester Zeit an Informationen zu gelangen, welche uns vorher nur mühselig bis gar nicht zugänglich waren. Wir geben einen gewünschten Suchbegriff ein und prompt präsentiert uns der Suchmaschinenalgorithmus eine Flut an Informationen, aus denen wir wählen können. Doch was passiert, wenn sensible Daten ungewollt den Weg in das Internet finden?

So leicht sich Inhalte finden lassen, so einfach ist es auch diese zu verbreiten. Private Fotos, Verträge oder Firmendokumente können binnen kürzester Zeit im World Wide Web um ein Vielfaches verbreitet werden. Die sogenannten Leaks (Leak zu dt. Leck, undichte Stelle) sorgen oftmals dafür, dass Unternehmen oder Privatpersonen ein erheblicher Schaden ihrer Reputation erleiden.

Geleaker Content beeinflusst Ihre Reputation

Sobald geleakte Inhalte ihren Weg in das Internet gefunden haben, lassen sich diese in der Regel auch zu bestimmten Suchbegriffen finden. Erst recht, wenn jemand daran interessiert ist, dass diese Inhalte verbreitet werden. Ein Unternehmen, welches geleakte Dokumente der Konkurrenz erlangt, könnte diese für einen Wettbewerbsvorteil nutzen und online so zu Verfügung stellen, dass diese auch leicht gefunden werden.

Auch im Bewerbungsprozess kann man sich bereits im Vorfeld belastet sehen, wenn gewisse private Informationen bei der Suche nach dem eigenen Namen auftauchen. Denn Personaler verschaffen sich immer wieder einen ersten Eindruck über die Google Suche und sondern so Kandidaten schnell aus.

Da die Inhalte nicht immer freiwillig ihren Weg in die Suchmaschine gefunden haben und die Online-Reputation stark gefährdet ist, ist man natürlich daran interessiert, die sensiblen Informationen umgehend von den entsprechenden Online-Plattformen zu entfernen. Diese Absicht gestaltet sich jedoch in der Regel schwieriger als erwartet und ist mit einem enormen Zeitaufwand verbunden.

Die Gefahr von geleakten Dokumenten

Selbst wenn Artikel, Kommentare oder Bilder gelöscht wurden, können diese von Google weiterhin angezeigt werden. Sobald Google die Seiten im Suchmaschinenkatalog aufgenommen hat, werden diese weltweit verfügbar gemacht. Oft bleibt der “leaked content” auch nicht bei der Quelle, die ihn eingestellt hat. Schnell veröffentlichen daneben weitere Webseitenbetreiber die unerwünschten Inhalte. Ohne eine professionelle Betreuung gestaltet sich das Entfernen der Leaks vielmals als umständlich. Denn ein geleaktes Dokument bietet nicht immer eine rechtliche Grundlage für den Anspruch auf Löschung, daher muss in den meisten Fällen eine Verdrängungsstrategie fokussiert und ein Rechtsberater hinzugezogen werden.

Schützen Sie Ihre Inhalte gegen Leaks

Heutzutage erledigen wir schon so gut wie alles mit einem mobilen Endgerät und sensible Inhalte werden häufig über das Smartphone oder Tablet abgerufen. Das ist zwar praktisch, allerdings birgt der Verlust oder Missbrauch eines solchen Gerätes große Risiken. Wer Passwörter oder sensible Dokumente auf dem Gerät ablegt, der sollte geringstenfalls über einen Zugriffs-PIN verfügen, damit bei einem eventuellen Diebstahl diese nicht frei zugänglich sind. Generell gilt es, sensible Daten mit einem angemessenen Schutz zu versehen und mobile Endgeräte möglichst frei davon zu halten. Somit wird eine Veröffentlichung von Informationen, die nicht zu diesem Zweck vorgesehen waren, unterbunden.

Wenn die Online-Reputation durch Internet Leaks erst einmal beschädigt wurde, sollte man auf die Hilfe von spezialisierten Unternehmen zurückgreifen und abwägen lassen, wie sich die unerwünschten Inhalte bestenfalls löschen oder aber verdrängen lassen.